Vom Dampfradio zur High-End-Anlage, 60 Jahre HiFi

1969

1969 fing für mich das HiFi-Zeitalter an.

Die erste HiFi-Anlage (es stand zumindest drauf)
stammte von der Firma 
Elac und war eine Musiktruhe.

 

 


 

Das wichtigste war damals offensichtlich das Furnier, ‘Nußbaum’, natürlich.
Die eingebauten Lautsprecher waren nicht das Gelbe vom Ei,
aber allemal besser als unser Grundig Radio mit dem magischen Auge,
daß bei meinen Eltern ständig plärrte.
Und was auch neu war, beide Ohren bekamen etwas zu hören, denn es war Stereophonie,
nur der DIN 45 500 wurde die Truhe nicht gerecht.

Aber das Virus ‘HiFi’ hatte sich bei mir eingenistet. 


1971

Es gab damals die Zeitschrift HiFi-Stereophonie.



Hier entdeckte ich meine ersten richtigen HiFi-Boxen.


Die Braun L710.



( 3-Wegesystem, 4 Lautsprecher, Farbe: nußbaum, Baujahr: 1969, Verkaufspreis: 595,--, Übertragungsbereich: 20...25 000 Hz
Belastbarkeit: 40W, Widerstand: 4Ohm, Grenzfrequenzen: 550/400Hz; Weiche: 12dB/Oktave
Bestückung: 2 x TT 18cm Ø, 1 MT-Kalotte: 5cm Ø, 1 HT 2,5cm Ø
Front: farbl.elox. Alublech,Gewicht: 15kg, Vol.: 25L,B x H x T: 31 x 55 x 34 cm )

 

 

1972

Das war schon eine gewaltige gewaltige Steigerung.
Nur, jetzt kam natürlich der Verstärker meiner "HiFi-Truhe" schnell an die Grenze
seiner Leistungsfähigkeit (2*4 Watt).
Es mußte also ein Verstärker her.
Einzelkomponenten kamen damals nur aus den USA und Japan und waren sündhaft teuer.
Also wurde es ein Receiver aus deutschen Landen, genauer aus dem ‘schwarzen Wald’.
Ein


Saba 8120.




Damit war dann eine Zeitlang klanglicher Friede.

Der Wunsch nach besserer Musikwiedergabe führte dazu, daß nach und nach folgende
Komponenten kamen und gingen:


1973-1976

Telefunken Tonbandgerät 204 E

 

(wichtgstes Gerät der ganzen Anlage war das Tonband. Damit konnte man kostenlos Musik aus dem Radio aufnehmen
und sich so ein großes Musikarchiv, für fast jede Gelegenheit, zulegen)


Dual Plattenspieler 1225




mit Shure M91 Tonabnehmer
(Platten waren ein teures Vergügen. Der Klang war eindeutig besser als beim Tonbangerät, aber die Plattensammlung wuchs nur sehr langsam.)


Wega Verstärker 42V mit Tuner 42T



1977

Revox A77 Tonbandmaschine,


(Mein ganzer Stolz. Machte ungeheuer was her. Nur Leerbänder waren schwer zu bekommen und sau teuer

so sah meine Anlage 1977 aus und hat mir damals unendlich viel Freude bereitet

 



1978

Technics SL 1500 Plattenspieler

 

mit Shure V15 Tonabnehmer
(die Platten wurden natürlich nass abgespielt, das machte man so 
danach
massiver Einsatz von Lenco Clean um die vom nass abspielen versauten Platten wieder zu reinigen)

 

Austausch des Originaltonarms gegen den
SME 3009III
mit dem Shure V15

1979

Kenwood Tuner KT 1100



Accuphase E303 Vollverstärker,


(ein Traum von Vollverstärker. Verarbeitung top. Klang umwerfend. Musste ich lange für sparen. Aber es hat es in jeder Beziehung gelohnt. ) 

1981


ARCUS TL 1000 Lautsprechenboxen


(wie berurteile HiFi Stereophonie 1981 di TL1000, “Nicht nur, daß sie ein besonders durchsichtiges, offenes, 
räumliches und dennoch feingerastertes Klangbild lieferte, beim Abhören von Direktschnitt oder anderen audiophilen Platten
mit Perkussionsinstrumenten und harten Atacken funkelte und blitzte es geradezu,es flogen gewissermaßen die akustischen Fetzen. 
Die Arcus TL1000 ist eine Superbox, nicht gerade billig, aber für verwöhnte HiFI-Ohren ... ist sie ihr Geld wert.)
Dem kann ich nichts hinzufügen. 

 

Die Zeitschrift HiFi-Stereophonie verschwindet 1982 vom Markt 
und wird ein Anhängsel der Stuttgarter Wummer/Knall/Peng Presse

1982 erschien die erste Ausgabe von ‘Das Ohr’ einer Richtungweisenden HiFi 

 

1982

 

Micro BL91 Plattenspieler

 



mit Fidelity Research FR-64Fx Tonarm



und Ortophon MC 2000 Tonabnehmer,

(ein Plattenlaufwerk das in der Kombination mit dem FR64Fx Arm, dem Tonabnehmer, 
dem Accuphase und der TL1000 eine neue Dimension des Hörens eröffnete)

1983

Es begann die Zeit der Esoterik.
Kabel waren das neue Thema, also auch bei mir.

 

Monster Cable NF 

 

 

 

 

Zentnerschwere Granitplatten wurden die Unterlage des Plattenspielers, damit wirkliche Ruhe einkehrt.

Plattensauger von Audio Technica AT 666EX


 

(Super Ergebnisse beim Abspielen, aber leider auch mit einer Schattenseite, durch den hohen Ansaugdruck 
wurden kleinste Staubpartikel für immer in die Tonspuren gequetscht. 
Also dürfen die Platten wieder Wellen schlagen)


1984


Ein neues Zeitalter brach an, die CD eroberte die HiFi-Welt

 



(Die erste Begegnung mit der Digitalen Welt. Bemerkenswert war das völlige Fehlen von Knackgeräuschen. 
Dafür waren Stimmen einfach nervig. Eine Modifikation vom Audio-Forum verbesserte den Klang deutlich, 
stellte aber auch dann keine Konkurrenz zur analogen Welt dar.)



Backes & Müller BM20 Aktiv Lautsprecherboxen,

 

(Ein Mythos. Carmina Burana von Carl Orf (Andre Previn, London Symphonie Orchestra) als Halfspeed Pressung von MFSL über diese 
Lautsprecher war für die damalige Zeit, Anfang der 80er, eine Sensation. Oder Steps Ahead, 
Ahead, oder Peter Gabriel, oder, oder

 

1986

1986 erscheint HiFI-Exclusiv in neuer Form. Eine zusätzliche sehr gute Informationsquelle 

Und es kommt Verstärkung ins Haus!

 

Burmester 808 MK1 Vorverstärker,

 



Ein Traum von Vorverstärker der die Wiedergabe auf ein neues Level anhob.
Die BM20 erreichte neue Dimensionen.

1987

 

Goldmund Studio Plattenspieler

 

 

mit TB3 Tonarm
und

Koetsu Black Tonabnehmer

 

 

(Diese Kombination war lange Zeit das Beste vom Besten, Kein einfacher Tonabnehmer sondern ein Instrument.
Musik bekam eine zusätzliche Dimension. 
Musik wurde lebendig. Instrumente waren im Raum wie festgewurzelt. Details von nie gehörter Vielfalt überraschten immer wieder aufs neue.
Aufnahmen mit denen man schon Jahre lebte erklangen wie neu, aber schlechte Aufnahmen wurden unerträglich)

 

1991

 

1991 stellt die Zeitschrift das Ohr leider ihr erscheinen ein.

 

 

 

 

1995

Sony CDP-557 ESP CD-Player


 

(Der Oldie von Philips kam in die Jahre. Immer öfter verschluckte er ganze Passagen. Der Sony brachte eine deutliche Verbesserung, 
homogener, weniger lästig, aber immer noch weit von der Klangqualität der schwarzen Scheibe entfernt)


 

1996

 

Burmester 937 CD-Player

 

 

Der Sony CD Player hat nicht wirklich überzeugt und so gab es eine Ablösung
Mit dem Burmester 937 spielte der erste wirklich musikalisch stimmige CD-Player in meiner Kette. 
Der Unterschied zur guten alten Schallplatte war deutlich geringer geworden, aber immer noch vorhanden

Flatline Red-Down NF Verkabelung 

 

Eine kleine, aber feine Verbesserung des Klangbilds über das gesamte Spektrum

1997


Burmester 949 First Lautsprecher 



mit passiver externer Fequenzweiche


Burmester 956 Stereo Endverstärker für die Höhen und Mitten

 

und Burmester 933 Stereo Endverstärker für den Bass.



(Das bessere ist der Feind des Guten. Die BM20 hat mir über viele Jahre beim Musik genießen Freude bereitet.
Leider schlichen sich immer neue Probleme ein. Trotz neuer Innenverkabelung verabschiedeten sich öfter einzelne Lautsprecher. 
Während einer Reparatur hatte ich die Burmester First als Ersatz. Das war’s.)

 

1998

 

Burmester 911 MK II

 

 

Die beiden kleinen Burmester Endstufen wurden gegen zwei Burmester 911 MK II Endstufen,
man hatten die einen Wumms. 


1999

 

Das Ende der analogen Zeit ende bei mir 1999

Zwei Wadia Geräte erreichten für mich zu ersten Mal deutliche Vorteile gegenüber analogen Platten.
Die Auflösung war phänomenal der Preis aber ebenfalls!
Ich habe schweren Herzens meine Plattensammlung komplett abgelöst und den geliebten Goldmund in Rente geschickt.

 

Wadia 270 CD-Laufwerk

 

 

Wadia 27ix DA-Wandler

 



Der Gipfel, Genesis 350i 



Zwei Ausnahmewandler die atemberaubende Klangwelten erschufen

 



Die Technik die dahinter stand

2004-2005

In diesen beiden Jahren gab es in meinem Job als selbstständiger SAP Berater im IT-Bereich eine schwere

Kriese, meine Kunden hatten keine großen Aufträge mehr, alles nur Kleinkram!
Also mußte ich mich schweren Herzens von meiner Traum HiEnd Anlage verabschieden damit wieder Geld ins Haus kam.  
HiFi mäßig musste ich kleiner denken und so kamen folgende Komponenten zum Einsatz.








Leidenszeit
 

 

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